Wie können betroffene Familien eine Begleitung erleben?


Das erkrankte Kind kann im Rahmen seiner Fähigkeiten gemeinsame Aktivitäten mit den Patinnen unternehmen, diese sind aber manchmal einfach „nur" da, an der Seite des Kindes.
Die Patinnen sind Gesprächspartnerinnen. Somit kann durch eine Begleitung von Seiten des Kinderhospizdienstes die Lebensqualität auf allen Sinnes - und Wahrnehmungsebenen unterstützt werden.

„ Ich möchte so gerne in einen Freizeitpark, mit meinem Bruder und dir."
(erkranktes Mädchen nach einem schweren Krankheitsschub)


Die Geschwister spüren im Besuch der Patinnen, dass da jemand extra für sie kommt, dass endlich jemand Zeit hat für sie, ihre Fragen ernst nimmt und einfach „nur" da ist. Die Patinnen können in der Zeit der Begleitung zu wichtigen Wegabschnittsgefährten werden, durch diese erfahren die Kinder Sicherheit und Kontinuität in einem Alltag, in dem kaum mehr etwas kontinuierlich geschieht.

„Du musst aber gleich zu mir ins Zimmer kommen." (Bruder von erkranktem Kind)


Die Eltern erfahren, dass sie nicht alleine sind auf dem Weg, bekommen Rückenstärkung und erleben Patinnen als „Mitkämpferinnen". Den Patinnen gegenüber kann offen und ehrlich über ihre Situation gesprochen werden, sie sind loyal und signalisieren Treue und Offenheit.

„Du bist wie eine Schwester für mich" (Betroffene Mutter zur Patin)